A refugee girl moves under barbed wire
Bild:Freedom House, flickr, Mark 1.0
Das Herz fordert sofortiges Handeln. Aber was hat das Nachdenken dazu zu sagen?

- Wie alt sind diese Kinder? Nach den gezeigten Bildern in den Nachrichten ca. 6 Jahre, nach den gesprochenen Texten um die 13 Jahre.
- Wie haben es diese Kinder unbegleitet bis an die europäischen Grenzen geschafft?
- Sind sie von zu Hause weggelaufen, dann müsste man sie sofort zurückschicken?
- Sind sie von den Eltern geschickt worden, dann müssten die Kinder sofort den Eltern entzogen werden? Waisenhaus oder Pflegefamilie?
- Wenn sie von den Eltern geschickt worden sind und sie in Europa aufgenommen werden, besteht für die Eltern ein Recht auf Zusammenführung der Familie. Nicht im Ursprungsland sondern in Europa. Die Familie umfasst neben den Eltern auch Geschwister, Großeltern und weitere Verwandtschaftsgrade.
- Oder ist geplant, diese Kinder in Europa zu parken, bis die Eltern ihren Anspruch anmelden, um die Kinder dann zurückzuführen. Denn wir wollen sie ja nicht entführen.

Und was geschieht dann mit den Kindern?
- Werden Sie in ein Flüchtlingsheim gesteckt? Und wer betreut sie dort? Und wie lange?
- Warum betreut die Türkei keine kranken Kinder?
- In welcher Sprache werden sie dann betreut?
- In welcher Sprache findet Ihre Schulausbildung statt. Und wenn dies auf Deutsch erfolgt, werden sie vermutlich keinen Abschluss bekommen, der in ihren Heimatländern anerkannt ist.
- In welcher Religion werden die Kinder erzogen?

Besonders stark wird dafür plädiert, kranke Kinder nach Deutschland zu holen.
- Welche Gründe gibt es, dem zu widersprechen?
- Und wenn die Kinder wieder gesund sind, was dann?

Nachdenken hilft zwar eine Lösung zu finden.
Aber das bedeutet nicht, dass die Lösung befriedigend ist.

Und zum Schluss noch die ewige Frage: „Wem nützt es“